Newsletter im Browser ansehen Der Allerweltshaus-Newsletter
26. March 2022

Liebe Freund_innen und Interessierte,

der Frühling bringt wieder mehr Licht in unser Leben und die Lust nach sozialem Austausch steigt. Ein bitterer Beigeschmack bleibt gleichwohl durch besorgnis- und furchterregende Nachrichten aus der Ukraine bestehen. Und hätten wir bloß die Pandemie schon hinter uns gelassen!

Wir laden Sie ein, sich mit aktuellen Beiträgen und Tipps rund um das Schaffen afrikanischer und BiPoC Autor*innen und Kulturschaffenden vom etwas düsteren Weltgeschehen ablenken zu lassen! Werfen Sie  abermals den Blick auf einen Teil der vielen Geschichten und Gesichter Afrikas!

Im Nachklang der Reihe „Länderfokus“ präsentieren wir Ihnen, wie angekündigt, die letzten beiden Teile des Podcasts zu Kenia, den alleweltonair  im Kontext unserer  Veranstaltungen mit der kenianischen Autorin Yvonne Adhiambo Owuor im September 2021 im Auftrag von stimmen afrikas produziert hat.


Podcast Länderfokus Kenia: Empowerment und Vernetzung - Sonnenblumen Community Development Group

Im zweiten Teil des letzten Podcasts der Länderfokus-Reihe von stimmen afrikas und der Sonnenblumen Community Development Group, hat alleweltonair Reporterin Vicky Hytrek mit Glenda Obermuller Mitgründerin und Vorstandsmitglied des Vereins - gesprochen. In dem Interview geht um die Arbeit des Vereins, der sich für das das Vernetzen und Empowern von Schwarzen Menschen in Deutschland einsetzt.


Podcast Länderfokus Kenia: Rahab Njeri über afrikanische Visionen und die Rede von Yvonne Adhiambo Owuor

Die Historikerin und Anti-Rassismustrainerin Rahab Njeri spricht im Interview mit Moderatorin Vicky Hytrek über die zentralen Themen aus der Veranstaltung "Pluri-Africanism: Desire, Belonging and Futures. Hard Talk with Yvonne Adhiambo Owuor", organisiert von der Sonnenblumen Community Development Group

Was passiert in Zukunft auf dem afrikanischen Kontinent? Welche Rolle spielen Afrikaner:innen in der Diaspora? Wie können Schwarze Menschen in Deutschland Rassismus begegnen und die Kolonialgeschichte verarbeiten?



Literaturtipps:

Nathacha Appanah: „Das grüne Auge“

Lenos Verlag

Aus dem Französischen von Yla M. von Dach

Erschienen 9. März 2021


Nathacha Appanah erzählt mit poetischer Kraft von der brutalen Lebensrealität einer Jugend, die sich selbst überlassen ist. Sie rückt einen wenig beachteten Teil Frankreichs in den Fokus. Und nicht zuletzt ist ihr Roman auch eine Fabel über Abstammung und Identität.

Der Roman wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Prix France Télévisions und dem Prix Femina des lycéens. Ausserdem war er nominiert für den renommierten Prix Goncourt.

Ein schonungsloses Zeugnis vom wirtschaftlichen und sozialen Elend in einem vergessenen französischen Überseegebiet. — Le Parisien



Christoph Marx: „Südafrika. Geschichte und Gegenwart“

Kohlhammer

2., erweiterte und überarbeitete Auflage 2022


Südafrika blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück und gilt als Ursprungsort der Menschheit. Mit dem Eintreffen der ersten Schiffe der niederländischen Ostindien-Handelskompanie begann die Kolonialgeschichte Südafrikas, die Zwangseinwanderung von Sklaven und die systematische Unterwerfung der indigenen Bevölkerung. Die Apartheidpolitik des 20. Jahrhunderts bedeutete eine weitere Verschärfung des Rassismus, der zur Grundlage der Staatsordnung.



Wayétu Moore: „Sie wäre König“

Akono Verlag

Erschienen 2021

Aus dem Englischen von Thomas Brückner.

1831: Die rothaarige Gbessa wird im westafrikanischen Lai von ihrer Dorfgemeinschaft verstoßen, weil sie eine Hexe sein soll. Auf einer Plantage in Virginia muss der junge Sklave June Dey die Flucht antreten, da in ihm eine Kraft steckt, die die Aufseher in Angst und Schrecken versetzt. Und in den Blue Mountains von Jamaika kann Norman Aragon auf magische Weise den Fängen seines gewalttätigen Vaters entkommen, der ihn für Forschungsexperimente nach Europa schicken will. Als sich die Wege der drei an der Küste Westafrikas kreuzen, erkennen sie schnell, dass sie verflucht sind – oder einzigartig begabt. Gemeinsam beschützen sie die Schwachen und Verletzlichen inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen amerikanischen Siedlern, französischen Sklavenfängern und einheimischen Gruppen in der künftigen Republik Liberia.


Musik mix zum Roman „Tram 83“ von Fiston Mwanza Mujila

Besonders originell fanden wir die Idee von der britischen Plattform für underground music, culture and stroys Worldwide FM (Africa is a Country Radio) einen ganz individuellen Musik mix für Fiston Mwanza Mujila’s Debutroman „Tram 88“ zu erstellen. Dies ist nicht nur passend, weil das „Tram 83“ in Mwanzas schillernd grotesken Roman der einzige Nachtclub in einer fiktiven heruntergekommen Großstadt Afrikas ist, sondern auch weil er auf eine beinah rhythmisch melodische Weise die Geschichte von zwei ungleichen Freunden sowie vielen anderen zwielichtigen Charakteren mit viel Witz und Liebe zur Musik erzählt.

Fiston Mwanza Mujila war schon häufig bei den stimmen afrikas zu Gast, zuletzt 2019 beim internationalen Literaturfestival CROSSING BORDERS.

"Zu Recht gefeiert wird Mujilas Rhythmus. Mal voller Kraft, mal leise mischt er Wörter wie Töne unterschiedlicher Instrumente. (...) Wie Wildwasser rauschen seine Charaktere durch die Zeilen, Perspektiven wechseln, es geht rau zu. (...) Mujilas Wortschöpfungen und sein unbestechlicher, teils satirischer Blick, lassen den afrikanischen Kontinent endlich einmal anders erscheinen." ZDF Aspekte, 30.06.17


„Ich komponiere meine Texte wie ein Jazzmusiker, wie ein Saxofonist.“ - Fiston Mwanza Mujila




Gespräch: Von Machtverhältnissen, Mutterschaft und Termiten

Ines Johnson-Spain im Gespräch mit Tsitsi Dangarembga im Rahmen des Frauenfilmfests 2022

03 Apr 2022 14:00

Filmhaus Köln

Der Film Kare Kare Zvako – Mother’s Day geht zurück auf ein simbabwisches Märchen der Shona-Tradition, das hier als ein feministisch-kannibalistisches (Fast-)Splatter-Musical über Archetypen adaptiert wird. Für westliche Sehgewohnheiten mag das ein ungewohntes Format sein. Doch die Themen, hier in magische 35-mm-Schwarz-Weiß-Bilder transformiert, sind universell: der misshandelte weibliche Körper, Probleme der Mutterschaft und Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern. Mit diesen Themen setzt sich Dangarembga auch in anderen Arbeiten ihres filmischen und literarischen Werks auseinander. Doch dass diese existenziellen Fragen gesungen oder getanzt werden können, ist auch für sie neu.

Filmemacherin Ines Johnson-Spain wird im Gespräch mit Tsitsi Dangarembga den Film kontextualisieren und fragen, inwiefern die Parabel auch eine Metapher für den Zustand des − unter dem Nachfolger von Robert Mugabe weiter − zugrunde gewirtschafteten und autokratisch geführten Simbabwes sein könnte.




Be Your future e.V. = HILFE FÜR BPOC AUS DER UKRAINE

Der Kölner Verein "Be Your Future" solidarisiert sich mit einer Abhol-, Unterbringungs- und Unterstützungsaktion mit Schwarzen Menschen an der ukrainisch-polnischen Grenze. In den letzten Tagen  wurden schon jede Menge Sachspenden abgegeben, aktuell sucht der Verein noch nach Kleinbussen und Fahrer*innen für den Transport der Spenden. Außerdem gibt es eine Liste, in die ihr euch eintragen könnt, falls ihr einen Schlafplatz zur Verfügung stellen  möchtet und die Möglichkeit, mit einer Geldspende zu helfen. Die Organisation läuft über Instagram.

Spenden hier:
Name oder Firma:Be Your future e.V.
IBAN oder Konto:DE09 3806 0186 4532 2260 10
BIC oder BLZ:GENODED1BRS



Wir wünschen Ihnen vergnügliche und anregende Stunden. Über unsere sozialen Medien halten wir Sie über weitere Veranstaltungs- und Lektüretipps auf dem Laufenden. Wir lesen uns!

Ihr stimmen afrikas Team


Impressum

Wenn nicht anders gekennzeichnet, finden alle Termine im Allerweltshaus statt. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen und den durchführenden Projekten finden sich auf unseren Seiten:

www.allerweltshaus.de
www.alleweltonair
www.menschenrechte-koeln.de
www.koelnglobalnachhaltig.de
www.dekolonial-koeln.de
www.stimmenafrikas.de

Herausgeber:
Allerwelthaus e.V.
stimmen afrikas
Körnerstraße 77-79
50823 Köln

NL-Ausgabe: 26. March 2022

Impressum | Datenschutz
Newsletter abbestellen
Newsletter-Profil bearbeiten