stimmen afrikas - Aktuelles

Liebe Freundinnen und Freunde der stimmen afrikas,

wir wünschen Ihnen schöne und friedliche Feiertage und

ein frohes Neues Jahr.

 

Hier unten ein paar Geschenkideen und Lektüretipps.

Bleiben Sie uns gewogen und treffen Sie uns gerne wieder beim

„Thementag Afrika“ am 28. Januar 2018 im Rautenstrauch-Joest Museum.

 

José Eduardo Agualusa "Eine allgemeine Theorie des Vergessens"

agualusa coverEs ist eine fantastische und doch ganz und gar wahre Geschichte:Am Vorabend der angolanischen Revolution mauert sich Ludovica, nachdem sie einen Einbrecher in Notwehr erschossen und auf der Dachterrasse begraben hat, für dreißig Jahre in ihrer Wohnung in einem Hochhaus in Luanda ein. Sie lebt von Gemüse, gefangenen Tauben und von einer Hühnerzucht, die sie auf der Dachterrasse wie durch Zauber beginnt, und bekritzelt die Wände in ihrer ausgedehnten Wohnung mit Tagebuchnotaten und Gedichten. Allmählich setzt sich aus Stimmen, Radioschnipseln und flüchtigen Eindrücken zusammen, was im Land geschieht. In den Jahrzehnten, die Ludovica verborgen verbringt, kreuzen sich die Wege von Opfern und Tätern, den Beteiligten an der Revolution, ihren Profiteuren und Feinden. 

Roman, C.H. Beck Verlag, Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler.

 

José Eduardo Agualusa, 1960 in Huambo/Angola geboren, studierte Agrarwissenschaft und Forstwirtschaft in Lissabon. Seine Gedichte, Erzählungen und Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für seinen Roman "Ein Stein unter Wasser" (1999) erhielt er den Grande Prémio de Literatura da RTP. Auf Deutsch erschienen die Romane „Die Frauen meines Vaters“, „Barroco Tropical“ und „Das Lachen des Geckos“. Agualusa lebt als Schriftsteller und Journalist in Portugal, Angola und Brasilien. 2011 war Agualusa zusammen mit dem Übersetzter Michael Kegler bei stimmen afrikas zu Gast.

 

 

Elnathan John “An einem Dienstag geboren"

elnathan john   coverDantala lebt mit anderen Kindern und Jugendlichen auf den Straßen von Bayan Layi, einer Kleinstadt im Norden Nigerias. Nachdem er und andere Straßenkinder im Zuge eines Wahlkampfs beauftragt werden, die Zentrale der oppositionellen Partei in Brand zu stecken und dieses Unterfangen desaströs schiefgeht, muss er fliehen. In Sokoto findet er in einer Moschee Zuflucht, Essen und in Sheikh Jamal einen Imam, der durch seine charismatische Persönlichkeit schnell zu seinem Mentor wird. Ein kraftvoller Bildungsroman, der das mediale Bild eines von Boko Haram dominierten Norden Nigerias herausfordert und uns in eine vielschichte Welt mitnimmt, in der wir trotz religiösem Fundamentalismus Freundschaft, Liebe und Brüderlichkeit finden.

Roman, Wunderhorn Verlag, aus dem Englischen von Susann Urban.

Elnathan John, geboren 1982 in Kaduna, Nordwest-Nigeria, ist Anwalt, Schriftsteller, Satiriker. Sein literarisches Schaffen wird seit 2013 von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen, als seine Erzählung "Bayan Layi" für den Caine Prize for African Writing nominiert war. Er wurde erneut nominiert im Jahr 2015.

Sein erster Roman, "Born on a Tuesday", der nun in deutscher Übersetzung geboten wird, schaffte es auf die Shortlist des Nigeria Prize for Literature.

 

 

Alain Mabanckou "Die Lichter von Pointe-Noire"  

mabanckou coverIm Juni 2012 reist Alain Mabanckou zum ersten Mal seit dreiundzwanzig Jahren in den Kongo. In seiner Heimatstadt wird er begeistert empfangen, schließlich ist aus dem jungen Mann, der einst zum Studieren nach Frankreich ging, ein erfolgreicher Schriftsteller geworden. Doch er muss erkennen, dass sein Besuch in der Heimat keine Rückkehr nach Hause ist. Überall hat er das Bild seiner Mutter vor Augen, die alt geworden und gestorben ist, während er fern von ihr in einem fremden Land lebte. Und so wird aus seinen Streifzügen durch die Stadt eine Reise in die eigene Kindheit. Eine literarische Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Alain Mabanckou erzählt in "Die Lichter von Pointe-Noire" eine Geschichte über das Fremdsein, das dort am stärksten sein kann, wo man es am wenigsten erwartet. 

Roman, Liebeskind Verlag, Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. 

Alain Mabanckou wurde 1966 in der Republik Kongo geboren. Mithilfe eines Förderstipendiums verließ er Ende der Achtzigerjahre seine Heimat, um in Paris sein Jurastudium fortzusetzen. Danach trat er in einen französischen Wirtschaftskonzern ein, für den er fast zehn Jahre lang als juristischer Berater tätig war. 2012 wurde er von der Académie française für sein Gesamtwerk mit dem Grand Prix de Littérature ausgezeichnet.

2015 stand er mit "Die Lichter von Pointe-Noire" auf der Shortlist des Man Booker International Prize. Alain Mabanckou lebt in Paris und Los Angeles.

 

 

Einen Überblick über vergangene Veranstaltungen des Projektes stimmen afrikas finden Sie im Veranstaltungsarchiv