vor genau einem Jahr haben wir euch verkündet, dass wir das Projekt col.lit.ivestarten. Wie schön, dass ihr dabei seid! Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr voller spannender Bücher, Events und Austausch!
In unserem vierten Newsletter dieses Jahr erwarten euch eine Buchempfehlung, Infos aus unserer Rubrik topics & facts sowie zahlreiche Veranstaltungshinweise in und um Köln.
Rückblick auf zwei eindrückliche Veranstaltungen
Filmscreening “Cotton Queen” im Rex am Ring am 24. April
Ende April hat das Afrika Film Festival Köln in Kooperation mit dem Sudanesisch-Deutschen Haus, der Sudan AG Rheinland, dem Nar Collective, dem jip Film & Verleih und col.lit.ive den Film „Cotton Queen“ von Regisseurin Suzannah Mirghani gezeigt. Das Publikum wirkte sehr ergriffen angesichts der ausdrucksstarken Erzählung und Bilder und vor allem auch durch das anschließende, von Tensae Desta moderierte Gespräch mit der Regisseurin und den Schauspieler*innen Mihad Murtada und Mohamed Musa, die nicht nur Einblick in ihre Arbeit gaben, sondern auch durch spontan gesungene Lieder aus dem Film berührten.
“Queer Joy and resistance” - Workshop mit Beverley Ditsie im Allerweltshaus am 27. April
“Der Workshop hat mir sehr gut gefallen – besonders die entspannte Atmosphäre und der gelungene Einstieg durch Vias Körperübung haben einen tollen Rahmen geschaffen. Es war bereichernd, dass so viele verschiedene Initiativen zusammengekommen sind. Dieser Austausch und die unterschiedlichen Perspektiven waren extrem wertvoll. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die emotionale Bandbreite: Wir haben gemeinsam Freude geteilt, aber auch sehr bewegende und betroffene Momente erlebt, etwa als es um die schwierige Lage queerer Menschen in Uganda ging. “ - Eindrücke einer Teilnehmerin
Jessica Mawuena Lawson nimmt uns mit auf eine Reise: Sie erzählt von der jungen Kekeli, die gerade ihre Abiturprüfungen hinter sich gebracht hat und in der Zeit bis zum Abiball eine besondere Art von Roadtrip erfährt.
Zusammen mit ihrer Cousine, Afa, die gerade aus Togo zu Besuch ist, und mit den Brüdern Kofi und Kwame, begibt sich Kekeli auf die Spuren Schwarzer Geschichte in Deutschland und lernt dabei nicht nur sich selbst besser kennen, sondern auch ihre Cousine und Familie, während sie in Lebensrealitäten Schwarzer Menschen früherer Jahre und heutiger Zeit eintaucht.
Eingeflochten in eine zarte Liebesgeschichte, lernen wir beim Lesen über Themen wie Identität, innere Standortsuche, Musik, Gedanken zu Heimat und Schwarze Vordenker*innen. Wir erhalten Einblicke in unterschiedlichste Facetten von Rassismuserfahrungen und auch darin, welch großen Wert es hat, sich einer Community zugehörig zu empfinden und von Orten zu wissen, an denen diese Zugehörigkeit gelebt und Verbundenheit gefühlt werden kann.
Jessica Mawuena Lawson ist mit Kekeli ein Roman gelungen, der gleichermaßen Erwachsene wie Jugendliche anspricht. Glückwunsch an die Autorin zu diesem schönen Debüt.
Wir danken dem Verbrecher Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.
Im März 2026 wurde öffentlich, dass das Museum SELMA nicht wie geplant gebaut werden soll. Das Deutsche Museum der Einwanderungsgesellschaft von DOMiD soll nicht in einer repräsentativen Fabrikhalle im Arbeiter-Stadtteil Köln-Kalk auf 10.000 m² Fläche entstehen, sondern deutlich verkleinert an einem anderen Standort untergebracht und das Budget für das Projekt erheblich gekürzt werden. Hier findet Ihr die Petition.
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Lesetipp Dossier “The Perilous Reframing of Power” - Heinrich Böll Stiftung, Kapstadt
Unter dem Vorwand eines „weißen Genozids" gewährt Donald Trump weißen Südafrikaner*innen aktuell Flüchtlingsstatus in den USA. Das Dossier untersucht kritisch, wie weiße Vorherrschaft als Opferrolle umgedeutet wird und wie diese Neuinterpretation Kämpfe für Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und universelle Rechte untergräbt. Die Links zu unterschiedlichen Beiträgen findet ihr hier.
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Auflistung auf die 2026 Women´s Prize for Fiction shortlist: Zum ersten Mal in der Geschichte durch einen African-owned und Black women-led unabhängigen Verlag: Cassava Republic Press von Dr. Bibi Bakare-Yusuf
Das Buch “Mercy Step” von Marcia Hutchinson wurde auf die 30ste Kurzliste des 2026 Women´s Prize for Fiction aufgenommen. Der Bildungsroman, der von über 50 Verlagen abgelehnt wurde, wurde schließlich von Cassava Republic Press veröffentlicht - Ein Meilenstein für Schwarze, Afrikanische und feministische Literatur und ein Beweis, wie wichtig unabhängige Verlage sind. Der Roman erzählt die starke Geschichte eines jungen Mädchens in Bradford in den 60er Jahren.
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30. Mai 2026 | 14:00 - 22:00 Uhr
Hoffest Allerweltshaus - Gemeinsam für Gerechtigkeit!
Nächsten Samstag feiern wir unser alljährliches Hoffest im Allerweltshaus! Es wird ein (hoffentlich) sonniges Fest in unserem schönen Hof, bei dem sich alle, die mit dem Allerweltshaus zu tun haben, vorstellen und zusammen feiern.
Wir möchten euch einladen, das Allerweltshaus und unseren Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und politische Bildung kennenzulernen. Es wird ein buntes Bühnenprogramm mit tollen Tänzen, Chören und Bands, dazu Essen und Getränke und spannende und kreative Infostände unser Nutzer*innengruppen geben. Wir als col.lit.ive sind mit einem Bücherstand dabei und freuen uns, euch zu treffen!
24. Juni 2026 | 18:00 - 19:30 Uhr
Vortrag: “250 Years After Independence: Sounding the Black Event”
Im Jahr 1776 wurde im Namen der Freiheit eine Erklärung abgegeben, die jene nicht einschloss, die zum philosophischen und politischen Problem der nächsten zweieinhalb Jahrhunderte werden sollten. Dieser öffentliche Vortrag nimmt den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit zum Anlass – und zur Zielscheibe. Wie klingt schwarze Unabhängigkeit? Was fordert sie?
Prof. Michael Sawyer wird seine „Black Event Theory“ vorstellen, die davon ausgeht, dass Schwarzsein kein Mangel an Freiheit ist, sondern eine andere Art des Seins (eine andere ontologische Ansprache). Er wird dies anhand der Aufführung der Klanginstallation CALL ME I 124: A Polyvocal Composition demonstrieren, die die ersten Zeilen von Melville, Ellison und Morrison dekonstruiert und neu kombiniert. Die Diskussion skizziert das “Event of being-as-Black”, und wir alle werden Teil des lebendigen Archivs.
Der Vortrag ist Teil einer Serie organisiert von: AmerikaHaus NRW, Amerikanistik TU Dortmund, Bonn Center for Slavery and Dependency Studies (Universität Bonn), col.lit.ive, Johanna Pitetti-Heil (Universität zu Köln, ESI) und der Theodor-Wonja-Michael Bibliothek.
Hörsaal B (Hörsaalgebäude), Universität zu Köln, Albertus-Magnus Platz, 50923 Köln.
Hinweis: Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden.
Mittwoch, 27. Mai 2026 | 19:00 Uhr | Lesung & Gespräch mit Yannic Han Biao Federer über seine Kurzgeschichte Konrad Adenauer Porträts von Eduard Horst (1928). Über Adenauers politischen Aufstieg und koloniale Kontinuitäten der Weimarer Republik. Moderiert von Bebero Lehmann. Theodor Wonja Michael Bibliothek. Poller Kirchweg 78-90, 51105 Köln.
Donnerstag, 28. Mai 2026 | 18:00 - 22:00 Uhr | Lesung und Gespräch mit Chima Nwoke, Autor von Amaechi: The Past, the Present and Tomorrow. Organisiert von ada netzwerk. Die Veranstaltung findet in Englisch statt. Bürgerhaus im Stadtteilzentrum Bilk, Bachstraßee 145, 40217 Düsseldorf.
Freitag, 29. Mai 2026 | 19:00 Uhr | Lesung mit Musa Deli und seinem Buch Unsichtbare Mauern. Stadtbild – Selbstbild – Weltbild. Kalker Buchladen. Kalker Hauptstraße 170, 51103 Köln.
Freitag, 29. Mai 2026 | 20:00 Uhr | Podiumsdiskussion über die Literaturzensur in den USA Navigating the New Normal? Books Bans and Challenges in the USA mit Emily Drabinski, Maude Hines, Kelly Jensen und Corinna Norrick-Rühl, Moderation: Cedric Essi. Organisiert vom Amerika Haus NRW. Die Veranstaltung findet in Englisch statt. Weitere Infos gibt’s hier. Universität Münster, Aula, Schlossplatz 2, 48149 Münster.
Samstag, 30. Mai 2026 | 18:30 Uhr | Filmscreening Muganga organisiert vom Afrika Film Festival im Rahmen der Kölner Kino Nächte. Tickets gibt’s hier. Kino Rex am Ring. Hohenzollernring 60, 50672 Köln.
Sonntag, 31. Mai 2026 | 12:00 Uhr | Lesung aus dem PoetikbandSonnenwenden - Alles kommt, alles geht von und mit der Poetin Orli Yomi. Eintritt frei. Weitere Infos gibt’s hier. Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum.
Montag, 1. Juni 2026 | 20:00 Uhr | La Nuit d’Afrique – From Sahel to Rhine Abschlussveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum des Over-the-Border Festivals. Unter anderen mit Melane Nkounkolo und Mariama. in der Kölner Philharmonie. Weitere Infos und Tickets gibt’s hier.
Montag, 1. Juni 2026 | 18:30 Uhr | Finding Your Place: Identity, Belonging, and Storytelling Veranstaltung mit der Schriftstellerin und Professorin Shannon Gibney. Organisiert vom Amerika Haus NRW. Die Veranstaltung findet in Englisch statt, weitere Infos und Anmeldelink gibt’s hier. Pädagogisches Zentrum der Königin-Luise-Schule, Alte Wallgasse 10, 60672 Köln.
Dienstag, 2. Juni und Mittwoch, 3. Juni 2026 | 20:00 Uhr |Theaterstück Wem gehört das Volk?. Ein Reenactment in drei Teilen. Mit Azizè Flittner und Thomas Brand. Theater der Keller
Mittwoch, 3. Juni 2026 | 18:30 - 21:00 Uhr | Lesung Wondrous Relations. Teilnehmende aus einem Creative Writing Workshop lesen aus ihren Texten zu Natur, Verbindung, Erinnerung und Joy. Die Veranstaltung findet in Englisch und Deutsch statt. Oya Köln, Buchheimerstr. 17, 51063 Köln Mülheim.
Dienstag, 9. Juni 2026 | 20:15 - 22:15 Uhr | LÜCKE 3.0 // ein AUSWÄRTSSPIEL der studiobühneköln Bearbeitung der Inszenierung »Die Lücke« (2014) von Nuran David Calis. An diesem Tag jährt sich der Nagelbombenanschlag in der Keupstraße zum 22. mal. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt’s hier. Kulturbunker Köln Mülheim, Berliner Straße 20. 51063 Köln.
Sonntag, 14. Juni 2026 | 18:30 Uhr | Der Rabe, der mich liebte Lesung und Gespräch mit Abdelaziz Baraka Sakin. Es gibt eine Kinderbetreuung, um Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes “Sudan neu erzählt” statt, einem Projekt des Vereins Afrikanische Perspektiven. Weitere Informationen gibt’s hier. Volkshochschule Münster, Aegidiistr. 70.
Sonntag, 21. Juni 2026 | 15 - 17:00 Uhr | Partizipatives Kunstprojekt mit Cheryl McIntosh Crafting a Life zum Leben und Vermächtnis von Theodor Wonja Michael. Weitere Termine sind am 12. Juli, 13. September und 25. Oktober 2026. Eine Kooperation zwischen der Theodor Wonja Michael Bibliothek, Global Heritage Lab und Universität Bonn. Da es nur begrenzte Plätze gibt, wird um Anmeldung gebeten: ghlguide@uni-bonn.de. Global Heritage Lab, P26, 1. Stock, Poststraße 26, 53111 Bonn.
Montag, 29. Juni 2026 | 19:30 Uhr | Buchpremiere von Alice HastersAnti Opfer - Warum wir Verletzlichkeit verachten. Tickets gibt’s hier. Volksbühne am Rudolfplatz. Aachener Str. 5, 50674 Köln.
Montag, 6. Juli 2026 | 19:30 Uhr | Lesung & Gespräch mit Maryam Aras aus und zu ihrem Dinosaurierkind. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kölner Schullesereihe statt. Bei Interesse bitte Anmeldung unter kleinepausepodcast@gmail.com, dann erhaltet ihr Infos zum Veranstaltungsort.
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