stimmen afrikas Kalender 2019

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mit Fotos unserer Autor*innen

von Herby Sachs

 

zum Verkauf

auf Anfrage und bei unseren kommenden Veranstaltungen im Herbst

Taïa, Abdellah (Marokko)

 

Taia Tag des KönigsDer Tag des Königs

Original: Le jour du Roi

Übersetzung aus dem Französischen von Andréas Riehle

Suhrkamp: Frankfurt/Main 2012

Signatur: Lit Afr 325

 

 

 

 

 

Über das Buch: 

An der Straße von Rabat nach Salé wartet eine Menschenmenge auf die Ankunft Hassans II., des Königs von Marokko. Mitten darin zwei Jungen.
Khalid stammt aus einem herrschaftlichen Haus im reichsten Viertel der Stadt, Omar aus der armen Vorstadt. Dennoch sind sie unzertrennlich. Omar liebt Khalid, den feingliedrigen Jungen mit der zarten Haut und den überspannten Ideen. Und Khalid Omar, der mit seinen vierzehn Jahren schon die Verantwortung für seinen Vater trägt. Der ist wie ein kleines Kind, seit Omars Mutter die Familie verlassen hat.
Doch unter dieser Beziehung der beiden ungleichen Jungen lauern Abgründe. Und jetzt ist überdies Khalid ausgewählt, als reichster und bester Schüler der Klasse dem König die Hand zu küssen. Er hat Omar nichts davon gesagt. Dieser Verrat läßt die Kluft zwischen beiden aufbrechen – und verlangt ein Opfer.
Lakonisch, dramatisch, mit kunstvoller Theatralik erzählt der marokkanische Autor Abdellah Taïa, wie Liebe umschlägt in Gewalt unter einem von sozialer Ungleichheit und Tabus geprägten despotischen Regime.

 

Pressestimmen: 

"Autor Abdellah Taïa fängt treffend die Atmosphäre des Terrorjahres ein. Bezeichnenderweise zeigt er neben sozio-ökonomischen Ursachen, auch die Folgen einer verängstigten Generation. Zudem prangert er Macho-Kultur und Rassismus an. Und das alles in einer stakkatoartigen und atemlosen Sprache – ein packender Roman."
Angelo Algieri, Financial Times Deutschland


"...wunderbar diskret, voller Anspielungen, die vorzugsweise zwischen den Zeilen stehen."
Kersten Knipp, Deutschlandfunk


"Kunstvoll und raffiniert, immer wieder auch eigensinnig, ist der dramaturgische Aufbau von Abdellah Taïas eindringlich melancholischer Geschichte um eine Handvoll verstörter Menschen."
Inge Zenker-Baltes, radio bremen


"In knapper, stakkatohafter Sprache skizziert Abdellah Taia in seinem preisgekrönten Roman eine Jungenfreundschaft in all ihrer Zärtlichkeit und Hingabe, aber auch ihrer Verletzlichkeit und Fragilität."
Wetzlarer Neue Zeitung


"Abdellah Taia erzählt die Geschichte der Jungen erst realistisch, sachlich und ohne Ausschmückungen, zunehmend aber symbolhaft und verschwimmend mit der Phantasie seiner Protagonisten."
Stefan May, Deutschlandradio Kultur


"Doch in seinen Büchern geht es auch um die Liebe - besser gesagt um das Mysterium der Liebe. Um Projektionsflächen. Um Leidenschaft. Um das Alles-oder-Nichts. Um Desillusionen. Kurz: Um die unendliche und tiefe Weite des Kosmos der Liebesgefühle."
Angelo Algieri, queer.de

 

taia abdellahÜber den Autor: 

Abdellah Taïa, 1973 in Rabat geboren, lebt seit 1999 in Paris. Mit seinen vielbeachteten Romanen Une mélancolie arabe (2008), und L'armée du salut (2006) und der Offenlegung seiner Homosexualität durchbrach er ein Tabu der arabischen Welt.